Die Zirkuläre Wirtschaft in der Praxis – Beyond Recycling

Diese drei Wirtschaftsmodelle stehen für grundlegend unterschiedliche Denkweisen im Umgang mit Ressourcen. Sie bestimmen, ob ein Produkt nach Gebrauch zum Abfall wird – oder zu einem wertvollen Rohstoff im nächsten Lebenszyklus.

  1. Lineare Wirtschaft (“Take – Make – Waste”)
  • Prinzip: Rohstoffe werden entnommen, zu Produkten verarbeitet, genutzt und anschließend entsorgt.
  • Beispiel Hotel: Einweg-Plastikfläschchen für Shampoo – nach einmaligem Gebrauch wandert alles in den Müll.
  1. Recyclingwirtschaft
  • Prinzip: Der Kreislauf wird erweitert – Produkte werden gesammelt, zerkleinert, eingeschmolzen und zu neuen (oft minderwertigen) Produkten verarbeitet. Das nennt man Downcycling.
  • Beispiel Hotel: PET-Wasserflaschen werden zu Teppichen. Diese Teppiche können später nicht weiter recycelt werden.
  1. Zirkuläre Wirtschaft
  • Prinzip: Produkte und Materialien werden von Anfang an so konzipiert, dass sie wiederverwendet, repariert oder in gleichwertigen Kreisläufen gehalten werden können. Abfall wird vermieden, „Reststoffe“ werden zu „Rohstoffen“.
  • Beispiel Hotel: Nachfüllbare Spendersysteme. Die Behälter sind langlebig, der Hersteller nimmt leere Kanister zurück, reinigt und befüllt sie erneut.