Diese Begriffe beschreiben einen weitaus ambitionierteren Ansatz als reines Wassersparen. Sie definieren die Beziehung eines Hotels zum lokalen Wasserkreislauf neu.
Wasser-Effizienz (Water Efficiency): Dies ist die Grundlage. Das Ziel ist, den Wasserverbrauch durch technische Maßnahmen (z. B. wassersparende Armaturen) und operative Prozesse (z. B. Handtuch-Wiederverwendung) zu minimieren.
Wasser-Neutralität (Water Neutrality / Net-Zero Water): Ein Hotel ist wasserneutral, wenn es die Menge an Süßwasser, die es aus dem kommunalen Netz entnimmt, durch alternative Wasserquellen (z. B. aufbereitetes Grauwasser, gesammeltes Regenwasser) und durch Maßnahmen außerhalb des Hotels (z. B. Grundwasseranreicherung) vollständig ausgleicht. Es entlastet die lokalen Wasserressourcen, anstatt sie zu belasten.
Wasser-Positivität (Water Positivity / Net-Positive Water): Dies ist das höchste Ziel. Ein Hotel ist wasserpositiv, wenn es mehr Wasser in den lokalen Kreislauf zurückführt oder dessen Qualität verbessert, als es verbraucht. Es wird zu einem aktiven “Produzenten” von sauberem Wasser für die Region.
Wie ein Hotel wasserpositiv werden kann:
- Maximale Kreislaufführung: Konsequentes Recycling von Grauwasser und Schwarzwasser vor Ort.
- Regenwassernutzung (Rainwater Harvesting): Sammeln von Regenwasser von Dächern und Parkplätzen, um es für die Toilettenspülung, Gartenbewässerung oder sogar als Brauchwasser zu nutzen.
- Externe Projekte (Water Stewardship): Investition in Projekte außerhalb des Hotelgeländes, die die lokale Wasserverfügbarkeit und -qualität verbessern, z. B. durch die Wiedervernässung von Mooren, die Renaturierung von Flussläufen oder die Unterstützung von Bauern bei der Umstellung auf wassersparende Bewässerungsmethoden.