Wie kann die Gestaltung von Dächern, Fassaden und Außenanlagen die lokale Artenvielfalt aktiv fördern?

Ein Hotel muss kein versiegeltes Hindernis sein. Es kann ein lebendiger Bestandteil des lokalen Ökosystems werden. Entscheidend sind Entsiegelung, der Einsatz heimischer Pflanzen und die gezielte Schaffung von Habitaten.

Das Dach als Ökosystem:

  • Extensive Dachbegrünung: Nutzbar mit trockenheitsresistenten Pflanzen wie Sedum. Wirkt als Hitzeschild, überwacht Regenwasser und dient Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle.
  • Intensive Dachbegrünung: Ermöglicht Dachgärten mit Stauden, kleinen Sträuchern oder Kräutern und Gemüse für die Hotelküche – inklusive Biodiversitätsgewinn.
  • Biodiversitäts-Dach: Eine Mischform aus Begrünung, kleinen Wasserstellen, Sandhaufen und Totholz. Bietet Lebensräume für Vögel, Insekten und Spinnen und fördert Artenreichtum.

Die Fassade als vertikaler Garten:

  • Fassadenbegrünung: Modular oder Kletterpflanzen kühlen das Gebäude, binden Feinstaub und CO₂ und bieten Nistplätze für Vögel sowie Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten.

Außenanlagen als Naturraum – „Rewilding“ statt Zierrasen:

  • Wildblumenwiesen mit heimischem Saatgut statt kurzgeschorenem Rasen.
  • Hecken und Strauchpflanzungen heimischer Arten, die Nahrung, Schutz und Korridore für Tiere bieten.
  • Insektenhotels, Nistkästen, Totholzhaufen als strukturreiche Lebensräume und Schutzräume.
  • Kleine Wasserstellen (flache Teiche, Wasserschalen) als Trink- und Badeplatz für Insekten, Amphibien und Vögel.