Ein verantwortungsbewusstes Hotel beschränkt seine Sorgfaltspflicht nicht auf das eigene Personal, sondern dehnt sie auf alle Glieder seiner Lieferkette aus – vom Kaffeebauer bis zur Uniformnäherin. Gerade in einer globalisierten Wirtschaft ist ethische Beschaffung unverzichtbar, um moderne Formen der Ausbeutung wie Kinderarbeit oder Zwangsarbeit zu bekämpfen.
Maßnahmen für ethische Lieferketten:
- Anerkannte Sozialzertifikate nutzen:
- Fairtrade: soziale Mindeststandards für Kleinbauern
- SA8000: internationaler Sozialstandard für Arbeitsrechte
- B Corp: ganzheitliches Nachhaltigkeitszertifikat für Unternehmen
- Transparenz schaffen:
- Lieferkettentransparenz: Herkunft und Produktionsbedingungen offenlegen
- Supplier Code of Conduct: verbindliche Anforderungen an Partner
- Risikoanalysen & Sozial-Audits:
- Fokus auf kritische Warengruppen und Hochrisikoregionen
- unabhängige Überprüfungen vor Ort (z. B. bei Textilien, Lebensmitteln)
- Technologische Tools nutzen:
- Blockchain-basierte Herkunftsnachweise
- Plattformen wie Sourcemap oder Sedex